Pegnitzschäfer Klangkonzepte

Zum 35 . Gründungsjubiläum


Ein begeistertes Publikum wanderte am 23. Juni von Aufführung zu Aufführung, vom Streichsextett zur Elektronik und Performance,
von bespielten Plätzen und Strassenzügen zu Kirche und Konzertraum.

Es war ein großes Spektakel, das im Neuen Museum Nürnberg, der Lorenzkirche und dem Platz vor dem Hauptportal stattfand, breitgefächert im musikalischen Spektrum, ein Resumee letzter Jahrzehnte aber auch ein Blick und Hinweis auf mögliche zukünftige Entwicklungen und Impulse.



„Unzweifelhaft ist es der große Verdienst, die ebenso faszinierende wie prototypisch neue Entwicklungen repräsentierende Kammermusik zu pflegen und zu verbreiten. Mutige Inhalte umzusetzen, multimediale Vorhaben zu realisieren und außergewöhnliche, das heißt auch die Hörgewohnheiten konterkarierende Konzerte sind dem Ensemble sowohl Aufgabe als auch Pflicht. Ebenso ist die Zusammenarbeit mit den großen deutschen Rundfunk- und Fernsehanstalten und Gastspiele in Deutschland sowie im europäischen Ausland die Regel. Großer Idealismus als Basis, sind die Pegnitzschäfer damit Kulturbotschafter Nürnbergs nach außen und hinsichtlich der Präsentation zeitgenössischer Musik tragende Säule im kulturellen Leben in unserer Stadt.“

Prof. Dr. Julia Lehner
Kulturreferentin der Stadt Nürnberg



Das Stammpublikum, seit Jahren konfrontiert mit weltweiter zeitgenössischer Musik und durch viele Uraufführungen an „Neutönern“ geschult- war wie immer zahlreich erschienen.
Das schöne Wetter an diesem Sonntag zog auch Touristen und Spaziergänger an, die angeregt am Open Air Geschehen teilnahmen, mit Beifall nicht geizten und neue musikalische Erfahrungen streiften.



„Und was wir Nürnberger und Nürnbergerinnen und die gesamte Metropolregion an den Pegnitzschäfer Klangkonzepten haben, das können wir immer wieder mit den Welten-Musiken mit Kompositionen aus China, Frankreich, Polen, Russland und der Türkei erleben, aber auch mit der Reihe Deutschland-Weit mit Werken deutscher Komponisten und Komponistinnen.
Für mich gebe ich zu, dass ich alleine durch die wundervoll gestalteten und informativen Programmhefte zu allen Konzerten eine Menge dazu gelernt und meinen musikalischen Horizont damit deutlich erweitert habe.
Seit 35 Jahren lernen wir durch Wilfried Krüger und die Pegnitzschäfer viele Komponisten aus der Region, aber auch weit darüber hinaus kennen und sie lehren uns anders und zeitgemäß zu hören.“

Renate Schmidt
Bundesministerin a. D



Zahlreiche deutsche und internationale Komponisten erfahren Öffentlichkeit für die Präsentation ihrer Werke, die Dank der Förderung etlicher Institutionen der Stadt, der Region und des Landes und ohne den selbstlosen Einsatz der Musiker nicht gewährleistet wäre.

Dieses Ensemble ist eine Institution für zeitgenössische Musik.

Zu diesem Festival präsentierten sich in der Reihenfolge des Konzertprogrammes die Komponisten
Rainer Rubbert, Hans Kraus-Hübner, Werner Heider, Dieter Schnebel, Dieter Buwen, Gerhard Stäbler, Kunsu Shim, Volker Blumenthaler.
Eine Huldigung an die großen alten Meister Joh. Seb. Bach, Olivier Messiaen und John Cage durfte nicht fehlen.

Die ausführenden Künstler dieses Events:
Wilfried Krüger, Horn
Zoltan Nagy, Trompete
Heinrich Rau, Julia Nguen, Violine
Jakub Horacek, Reingard Krämer, Viola
Konstanze Friedrich, Bea Sallaberger, Cello
Hans-Günther Brodmann, Hermann Schwander, Radoslaw Szarek, Werner Treiber Schlagzeug
Christoph Orendi, Keyboard
Gottfried Rüll, Klavier
Dieter Buwen, Orgel
Hans Kraus-Hübner, Live Elektronik